DER NORDPOL

22.02.2016 - 08:04

Ganz im Norden unseres Planeten liegt der sogenannte

geografische Nordpol. Ganz im Süden

liegt dementsprechend der geografische

Südpol, um den es aber hier eigentlich nicht

gehen soll. Ich erwähne den Südpol dennoch,

denn er ist ja die Antipode vom geografischen

Nordpol ist. Antipodes ist ein griechisches

Wort und bedeutet Gegenfüßler. Antipoden

sind folglich immer die Orte, die auf der genau

anderen Seite unserer Erdkugel liegen. Es

sind also die Gebiete, in denen die jeweiligen

„Gegenfüßler“ wohnen, also die Menschen,

die quasi mit dem Kopf nach unten und den

Füßen nach oben leben. So ist z.B. Spanien die

Antipode von Neuseeland, und die Antipode von Hameln liegt südöstlich von Neuseeland

im Pazifischen Ozean. Unter www.diercke.de/

antipoden-karte kann man sich stundenlang

mit Antipoden beschäftigen, aber vermutlich

hat man in der Vorweihnachtszeit dazu keine

Muße?!

Betrachtet man einen klassischen Globus,

dann ist der geographische Nordpol nicht

der oberste Punkt, denn unsere Erde steht ja

schief. Die Erdachse, die den Nordpol und den

Südpol verbindet und um die sich unser Planet

jeden Tag dreht, ist um gut 23 Grad geneigt.

Man spricht in diesem Zusammenhang auch

von der Schiefe der Ekliptik. Aus der Schule wissen wir hoffentlich noch,

dass es auf der Erde ein imaginäres Gradnetz

gibt. Die Längenkreise – auch Meridiane genannte

- verlaufen von Norden nach Süden

(bzw. umgekehrt), und der Längenkreis, der

durch Greenwich bei London führt, ist der

sogenannte Nullmeridian. Westlich vom Nullmeridian

gibt es 180 westliche und östlich

180 östliche Längengrade. Die Breitenkreise

verlaufen in West-Ost-Richtung. Es gibt insgesamt

90 Breitenkreise auf der Nordhalbkugel

und 90 Breitenkreise auf der Südhalbkugel.

Die Trennlinie ist der Äquator. Hameln liegt

etwas nördlich vom 52. nördlichen Breitenkreis

und etwas östlich vom neunten östlichen Längengrad. Die genauen geografischen Koordinaten

sind 52°06‘30‘‘ nördliche Breite und

9°21‘30‘‘ östliche Länge. Der geografische

Nordpol liegt natürlich auf 90° nördlicher Breite

und der Punkt hat keine eindeutige geografische

Länge. Man guckt halt immer nur gen

Süden…

Der Nordpol ist ein Punkt auf einer schwimmenden

Eisdecke. Das Nordpolarmeer, welches

unter dem Nordpol liegt, ist hier über

4.000 m tief. Zwischen dem 21. März und

dem 23. September ist am Nordpol Polartag,

d.h. die Sonne geht dort niemals richtig unter.

In der anderen Jahreshälfte wird es nie richtig

hell – es ist also Polarnacht.

Die Arktis

Da der Nordpol, wie oben erwähnt, nur ein

Punkt ist, erweitern wir den Blick nun und

schauen auf die gesamte Arktis. Einige Staaten

sind sogenannte Anrainerstaaten: Dänemark

(wegen Grönland), Kananda, Russland,

Norwegen und die USA. Neben etwa 25.000

Eisbären gibt es in der Arktis etwa 4 Mio.

Arktisbewohner, u.a. die Inuit. Zu ihrer Kultur

gehört das Allunaariaquattarneq. Das ist

eine besondere Seilgymnasik, die traditionell

mit einer Harpunenleine durchgeführt wurde.

Sie diente den Inuit, um sich auf anstrengende

Dinge wie das Paddeln im Nordpolarmeer

vorzubereiten. Diese Gymnastik wäre auch – zumindest ergänzend – für das Training von

Marathonläufern geeignet, die beim „coolsten

Marathon der Welt“ über die Eisdecke

der Arktis laufen, der am Nordpol startet.

Im nächsten Jahr ist er am 9. April, falls man

noch teilnehmen möchte… Ein zweites Wort,

welches ich für alle Leser aus der Sprache der

Inuit herausgesucht habe, ist Iktsuarpok. Das

bedeutet, dass man auf jemanden wartet und

daher immer wieder vor die Tür geht, um zu

checken, ob der langersehnte Gast endlich im

Anmarsch ist. Vermutlich beschreibt es auch

das Warten der Kinder auf den Weihnachtsmann

oder das Christkind.

 

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