Die Olympischen Winterspiele 2014 – pompös und kurios

27.01.2014 - 15:31

Russland plant eine Veranstaltung der Superlative

Skier gegen Geige

Bekannt ist Vanessa Mae als Weltklasse Star-Geigerin. Nun tauschte sie bei den Olympischen Winterspielen 2014 ihre Geige gegen Skier aus und tritt als eine von zwei thailändischen Ski-Athleten an. Weil Thailand keine Athleten unter den Top 500 der Weltrangliste hat, darf Mae für das Königreich einspringen. Nachdem sie sich in den Disziplinen Slalom und Riesenslalom qualifiziert hatte, nimmt sie nun unter dem Nachnamen ihres Vaters, Vanakorn, teil.

Bruno Banani und der Eiskanal

Auch der 26-jährige Fuahea Semi geht mit einem anderen Namen an den Start: Bruno Banani. Nicht nur der Name ist kurios, sondern auch, dass er sich für den Rodelwettbewerb qualifiziert hat. Schließlich gibt es auf seiner Heimatinsel Tongo im Pazifik, auf der durchschnittlich 23 Grad Celsius herrschen, weder Schnee noch eine Rodelbahn.

Neuer Olympiapark

Für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi musste eigens ein neues Stadion gebaut werden. Nach Schätzungen der russischen Opposition sind bis zu 30 Millarden Dollar seit Beginn des Baus versickert. Bei der Errichtung, die im Jahr 2012 startete, sind etwa 20 000 illegalen Gastarbeitern beiteiligt, darunter Usbeken, Türken und viele mehr.

Fackellauf über die Welt hinaus

Die Olympische Fackel legte auf dem Weg zur Eröffnungsfeier von Moskau nach Sotschi 65 000 Kilometern zurück. Daraus machte Russland einen „Fackellauf der Superlative“. So durchquerte sie unter anderem die Tiefen des Baikalsees in Südsibirien, den Gipfel des Elbrus- Bergs im Kaukasus und die Höhen des Weltalls.

Dort unternahm sie in 400 Kilometern Höhe einen Weltraumspaziergang um die ISS. Aus Sicherheitsgründen und Sauerstoffmangel brannte die Fackel während dieses Ausflugs nicht. Übertragen wurde das Ganze live im russischen Fernsehen. Der TV-Moderator prahlte: „Die Olympische Fackel im Weltall – dazu sind nur wir fähig.“ Im All war die Olympische Fackel bereits vor den Spielen 1996 und 2000. Damals machte sie aber keinen Spaziergang mit freien Weltraum.