Irland

01.10.2013 - 13:00

Irland ist eine Insel im Westen von England, eingebettet in die irische See im Osten und den Atlantik im Westen und im Süden.

65 Einwohner pro km² lassen darauf schließen, dass die Iren viel Platz haben auf der Insel, zumal die meisten von ihnen in den großen Städten wie Dubliln, Cork, Galway und Limerick leben. Hügelige Gebiete außen umschließen die grünen Ebenen im Inneren. In den Ebenen finden sich auch viele Seen, wie z.B. der Lough Corrib oder der Lough Neagh. Mit knapp 1000 m hat es der höchste Berg Irlands - der Carrauntoohil- nicht wirklich hoch hinaus geschafft. Die irische Bevölkerung hatte es noch nie sehr einfach. Etwa 7000 v. Chr. begannen Kelten, das grüne Eiland zu besiedeln, sie brachten die keltische Sprache mit auf die Insel. 

Im 5. Jahrhundert kamen aus der römischen Provinz Britannien jede Menge Sklaven nach Irland, die gleichzeitig auch das Christentum mitbrachten. 1.169 wurde Irland zunächst von den Normannen erobert und danach von England überwacht. Als die englischen Großgrundbesitzer im 19. Jahrhundert mit dafür verantwortlich waren, dass die Kartoffelfäule eine Hungersnot auslöste, wanderten viele Iren nach Amerika aus. Diese Hungersnot führte über Jahrhunderte dazu, dass die Iren aus historischer Sicht ein Problem mit Großbritannien haben. Die Vorwürfe reichen von Untätigkeit bis hin zu absichtlichem Massenmord. Nach dem ersten Weltkrieg brach ein blutiger Bürgerkrieg aus, der zum Ziel hatte die englische Fremdbestimmung loszuwerden. 

Nach drei Jahren erlangten große Teile Irlands ihre Unabhängigkeit und führte zum Sonderstatus von Nordirland, welches bis heute von Großbritannien regiert wird. Nordirland könnte nur wieder mit Irland vereint werden, wenn die Mehrheit der nordirischen Bevölkerung dafür stimmt. War Irland früher nur bekannt für Landwirtschaft und Fischerei, so hat sich der Tourismus in den letzten Jahren doch stark entwickelt. Besonders am Shannon - mit 370km der längste und wasserreichste Fluss Irlands- ist sehr beliebt. 

So entwässert er zum Beispiel die moorige Mitte Irlands, durchfließt fischreiche Seen und bildet nördlich von Limerick Stromschnellen. Der Shannon-Eme Kanal verbindet den Shannon mit dem Seengebiet des Lough Eme und der Grand Canal verbindet Dublin mit dem Fluss Barrow. Dieses führt zu einem großen befahrbaren Wassergebiet, das heute gerne von Touristen mit Hausbooten befahren wird, die an mehreren Stellen zu mieten sind. Und so kommt man in den Genuss die ganzen Schafe, die grüne Natur, die mächtigen Steinburgen und die Überbleibsel der Kelten hautnah zu erleben. In Dublin findet man ein abwechslungsreiches Nachtleben und die Stadt hat sich oftmals ihre kopfsteingepflasterten Wege erhalten, so dass man direkt in das Mittelalter eintauchen kann. 

Neben Kirchen und diversen Denkmälern bietet Dublin auch das Nationalmuseum und das Irish Museum of Modern Art.