Kurioses: aus Budapest

28.02.2014 - 15:00

die Stadt hat die ein oder andere etwas kurios anmutende Anekdote zu bieten

Gebäudemix

Viele Gebäude stehen auf gotischen Grundmauern. Dabei besitzen sie Spitzbogenfenster und gleichzeitig Renaissance- Erker in einer Rokokofassade. Entstanden ist das durch die Bauelemente aus dem Mittelalter, die beim Bau neuer Häuser im 17. und 18. Jahrhundert mitverwendet wurden.

Faszination Sprache

Zwischen der deutschen und der ungarischen Sprache liegen Welten. Fast alles wird auf der ersten Silbe betont und Buchstaben werden anders ausgesprochen als sie geschrieben werden: das SZ spricht man wie ein S, das S aber wie ein SCH, die Endung gy klingt wie dj und ly wie j. Will man also Ungarisch lernen, braucht man starke Nerven.

Namensgebung einmal anders

Budapest ist vergleichsweise jung, die Stadt entstand offiziell erst 1873. Es ist aber natürlich nicht so, dass die Stadt erst im 19. Jahrhundert aus dem Boden gestampft wurde, viel mehr ging Budapest aus der Vereinigung gleich dreier Städte hervor: Aus Buda, Óbuda und Pest wurde Budapest. Die Stadt Pest war seit 1723 Sitz der Verwaltung des Königreiches. Der Name Budapest war zuvor nicht gebräuchlich, früher war aber schon die Bezeichnung Pest-Buda verbreitet.

Kuriose Kettenbrücke

Die Kettenbrücke ist eines der wichtigsten Bauwerke Budapests. Sie verbindet die ehemals unabhängigen Städte Buda und Pest über die Donau. Sie wurde 1849 fertiggestellt und ist damit die älteste und bekannteste der neun Donaubrücken in Budapest. Es ranken sich einige Gerüchte um diese Brücke, unter anderem soll der Bauherr István Széchenyi die Brücke in erster Linie gebaut haben, um seine Freundin in Pest einfacher und trockenen Fußes besuchen zu können. Außerdem soll sich der Bildhauer, der die Löwen auf der Brücke erschaffen hat, umgebracht haben, weil er die Zungen der Löwen vergessen haben soll. (tk)