NEUSEELAND

22.02.2016 - 08:08

Neuseeland oder New Zealand ist ein geographisch

isolierter Inselstaat im Pazifischen Ozean.

besteht aus den zwei großen Inseln, der

Nordinsel und der Südinsel, sowie zahlreichen kleinen Inseln.
Bis Australien sind es von der
Westküste etwa 2000 Kilometer, und wenn es
uns heute (Winterzeit) 6:00 Uhr ist dann ist
es in Neuseeland 6 p.m., also 18:00 Uhr. Das
Land hat, wie Großbritannien und Israel, keine
geschriebene Verfassung und die Hauptstadt
heißt Wellington - auf Deutsch also Gummistifel.

Soviel zu den Fakten.

Für viele Menschen ist New Zealand ein

Traumziel. Dies liegt zum einen sicherlich darin

begründet, dass man kaum weiter weg fahren kann. Wir erinnern uns an den Dezember Travellog:

Neuseeland ist die Antipode von Spanien,

und die Antipode von Hameln ist östlich

von Neuseeland im Meer. Durch eine Reise

nach Neuseeland kann man also den Alltag

im wahrsten Sinne des Wortes gaaanz weit

hinter sich lassen. Zum anderen ist das Land

unglaublich schön und vielfältig: Es gibt hohe

Berge, Vulkane, Gletscher, Regenwald, Strände,

Wale und vieles mehr. Die Natur ist DIE Attraktion.

Zum Shoppen fährt man vermutlich

nicht ans andere Ende der Welt...

In diesem Artikel sollen einige dieser Attraktionen

vorgestellt werden, die Geschmack auf

Neuseeland machen sollen. Zudem soll auf einige Besonderheiten näher eingegangen

werden.

The Bridge to Nowhere

Auf der Nordinseln gibt es einen Nationalpark

mit dem Namen Whanganui. In diesem

Park gibt es eine etwa drei Meter breite Brücke

über ein Tal. Von der Brücke hat man einen

tollen Blick auf den Whananui River, auf

dem man z.B. Kanufahrern kann, und auf die

umliegende Landschaft. Gerne ist die Brücke

auch das Ziel von einer längeren Wanderung

oder einer Radtour. Das Besondere an der

Brücke ist, dass sie nicht an eine Straße angeschlossen

ist. So erklärt sich auch der Name des Bauwerks. Nach dem Ersten Weltkrieg

hatte man die Gegend für die Besiedlung

durch Bauern freigegeben und Straßen und

Brücken gebaut. Allerdings stellten die Siedler

ziemlich schnell fest, dass der Boden für eine

agrarische Nutzung nicht wirklich geeignet ist

und sie verließen die Gegend wieder. Die Natur

konnte sich wieder ausbreiten und eroberte

das Land einschließlich der Straßen zurück.

Aber die Brücke blieb so stehen und ist heute

eine Touristenattraktion.

Franz-Josef-Gletscher

Auf der Südinsel befindet sich der berühmte

Franz-Josef-Gletscher. In weniger als zwei

Stunden erreicht man die Gletscherzunge, die

sich nur auf etwa 400 Meter Höhe befindet.

Natürlich kann man auch geführte Gletscherwanderungen

oder einen Helikopterrundflug

über den Gletscher machen. Der Gletscher ist

für einen Gletscher sehr leicht zugänglich und

sehr beeindruckend, zumal er in unmittelbarer

Nähe von einem Regenwald zu finden ist. Der

Gletscher hat eine hohe Fließgeschwindigkeit

und verändert sich daher sehr stark. Leider ist

auch der Franz-Josef-Gletscher, der übrigens

nach dem österreichischen Kaiser (dem Mann

von Sissi) benannt wurde, durch den Klimawandel

betroffen, so dass man einen Besuch

nicht auf die lange Bank schieben sollte.

Linksverkehr

Auch in New Zealand fahren die Verkehrstei Verkehrsteilnehmer

üblicherweise auf der in Fahrtrichtung

linken Straßenseite. Dementsprechend anders

sind auch die Autos gebaut: So sind Scheibenwischer

und Blinker beispielsweise genau anders

herum als bei uns und man muss mit der

linken Hand schalten. Derzeit gibt es auf der

Welt etwa 60 Länder mit Linksverkehr, wobei

hauptsächlich die einstigen britischen Kolonien

und Dominions zu nennen sind. Allerdings

fährt man in Kanada rechts, obwohl es Teil

des Britischen Empires war. Und in Japan fährt

man links, obwohl die Briten hier wenig Einfluss

hatten. In Europa fahren heute nur noch

die Iren, Schotten, Waliser und Engländer auf

der linken Seite. Die Schweden haben ihren

Verkehr 1967 auf rechts umgestellt. Eigentlich

ist es egal, auf welcher Straßenseite man sich

bewegt. Die United Nations Convention on

Road Traffic aus dem Jahre 1949 legt lediglich

fest, dass jedes Land eine einheitliche Fahrtrichtung

benutzen muss. Über den Ursprung

des Linksverkehrs bzw. des Rechtsverkehrs

gibt es viele Theorien. Eine Annahme besagt,

dass Rechtshänder Pferde von links bestiegen

und die Ritter dann auf der linken Seite bevorzugt

losgeritten sind. Aber who knows...

Sprachen

In New Zealand gibt es drei offizielle Sprachen:

Englisch, Maori und die neuseeländische Gebärdensprache.

Englisch ist aufgrund der Geschichte natürlich

die Hauptsprache und wird auch als Kiwi English bezeichnet. Besonders die Aussprache

und die Wörter unterschieden sich von unserem

Schulenglisch. So klingt „fish and chips“

am anderen Ende der Welt zum Beispiel in

unseren Ohren wie „fush and chups“ und im

Süden rollen die Einwohner auch den Buchstaben

„r“.

Das Maori ist die Sprache der Ureinwohner. Es

ist eine polynesische Sprache und sie ähnelt

der Sprache der Ureinwohner von Hawaii, obwohl

die Inseln etwa 7.000 km entfernt voneinander

liegen. Das Maori hat in letzter Zeit

eine Renaissance erlebt und die Sprache wird

auch wieder in der Schule unterrichtet. Es gibt

zudem auch Fernseh- und Radiosender, die

auf Maori senden und viele Ortsnamen sind

von den Ureinwohnern übernommen worden.

Es schadet sicherlich nicht, für die Reise ein

paar Brocken Maori zu lernen. So begrüßen

man sich z.B. mit „Kia ora“ und verabschiedet

sich, wenn man geht, mit „E noha ra“. Der

Gesprächspartner, der nicht geht, erwiedert

dann „Haere ra“.

Die Gebärdensprache NZSL ist seit 2006 offizielle

Amtssprache und ähnelt der britischen

Gebärdensprache. Auf der Internetseite http://

nzsl.vuw.ac.nz/ kann man die Sprache der Gehörlosen