Portugal - Honiggelbe Strände und glasklares Wasser

06.10.2014 - 16:52

Ganz unten im Süden von Portugal schlummert eine einzigartige Kulisse aus honiggelben Stränden, goldschimmerndem Sandstein und glasklarem Wasser, das sich - ob in grün oder in blau - zärtlich um die Felsen schlängelt. Die Algarve verspricht unbeschwerten Badeurlaub, aber das ist längst nicht alles…

Das unglaubliche Felsenlabyrinth

Auf einem 200 km langen Küstenstreifen reiht sich ein Traumstrand an den anderen. Richtung Westen zieht sich die Felsalgarve. Hier finden sich meist Felsformationen, die von unzähligen Badebuchten unterbrochen werden, wie zum Beispiel der Praia do Camilo bei Lagos. Urig ist, dass in Salema die Fischer seit ewigen Zeiten charmant ein Stück des Sandstrandes beanspruchen. Auch der Praia do Carvoeiro ist ein echtes Schmuckstück. Nicht weit davon entfernt liegt das begehbare Felsenlabyrinth Algar Seco mit seinen spektakulären Grotten und Bögen. Berühmt sind auch die in der Abendsonne rötlich schimmernden Felsen des trubeligen Ortes Albufeira. Ein Dorado für Familien ist der Osten mit weitläufigen Lagunen und breiten, flach abfallenden Stränden, wie rund um Tavira, das Städtchen am Rio Gilao. Es wartet mit einer netten Fußgängerzone. Die einstige Markthalle beherbergt kleine Cafés und Souvenirshops.

Faro für Geschichtsinteressierte

Obwohl sich die Stadt Faro gern modern zeigt, ist der historische Kern der Algarve-Hauptstadt gut erhalten. Geschichtsinteressierte finden beeindruckende Gotteshäuser, wie die prachtvolle Kirche Nossa Senhora do Carmo aus dem 18. Jahrhundert. Ein Besuch ist mit einem gewissen Gruselfaktor verbunden: Zur Kirche gehört eine Knochenkapelle, die mit den menschlichen Überresten der Mönche verziert wurde. Rund 60 Kilometer von Faro entfernt liegt die Kleinstadt Castro Marim, die Burg am Meer. Im 14. Jahrhundert hatte hier ein mächtiger Orden der Christusritter seinen Sitz. Der Besuch des mittelalterlichen Kastells ermöglicht einen einzigartigen Blick auf die wundervolle Landschaft, den Fluss Rio Guadiana und die Salinen, die in der portugiesischen Sonne so einmalig glitzern.

Wundervolle Wanderrouten

Wer Hunderte von Azulejos leuchten sehen möchte, muss nach Faro in die Kathedrale gehen. Dort erzählen die blau-weißen Bilderkacheln Geschichten von Land und Menschen. Auch für die Erkundung des grünen Hinterlandes sollten sich die Urlauber Zeit nehmen. Dank eines gut ausgebauten Wegenetzes ist die Umgebung wunderbar mit dem Fahrrad zu umfahren oder via Wandern, wie beispielsweise auf der Via Algarviana durch neun Landkreise. Vorbei geht es an Korkeichen und herrlich duftenden Eukalyptus-Wäldern - das ist Balsam und die reinste Erholung für die Seele. Ebenso wie ein leckeres Mahl. Wie wäre es mit Cataplana? In einem Kupfergefäß werden Fisch, Muscheln, Fleisch und Gemüse serviert. Währenddessen mit gut gefülltem Bauch unter den Sternen in einem Liegestuhl nach oben sehend feststellen, dass Portugal ein Ziel mit mehr als 1.000 Gesichtern ist. (ri)