PRAG

04.03.2016 - 13:15

Viel mehr als böhmische Knödel – Prag im Frühsommer entdecken

Wussten Sie, dass Prag einen Miniatur-

Eiffelturm besitzt? Dass die Durchschnittstemperatur

im Mai 20 Grad beträgt?

Dass man sich ganz hanseatisch

mit „Ahoi“ begrüßt? Dass der Prager Zoo

im weltweiten Ranking auf Platz 7 liegt?

Als mich meine Freundin im letzten Jahr zu

einem Kurztrip nach Prag animieren wollte,

erntete sie zunächst fragende Blicke: Wirklich

Prag?! Das klang auf den ersten Blick angestaubt

und nach Schulausflug – wenig spannend.

Aber die Frühsommertage in der goldenen

Stadt haben mich wirklich fasziniert.

Die Fahrt war schnell geplant. Schließlich kann

man Prag sehr unkompliziert in knapp sechs

Stunden mit dem Auto erreichen. Wer es gern

bequem hat, dem bieten sich schnelle Flugund

Bahnverbindungen ab Hannover. Auch

von einer Unterkunft waren wir nur noch

wenige Mausklicks entfernt, denn Hotels,

Pensionen und Ferienwohnungen sind in allen

Preislagen leicht verfügbar. Und so ging es

Mitte Mai los. Auf dem Weg ließen wir es uns

nicht nehmen, einen Abstecher nach Dresden

zu machen, liegt die sächsische Metropole

doch direkt an der Autobahn. So viel barocke

Pracht hat man selten auf einen Blick und

beim Gedanken daran, dass die Frauenkirche

erst seit 2005 in dieser Form wiederhergestellt

ist, kann man nur staunen. Am selben Abend erreichten wir Prag. Einchecken im Hotel, ein

Blick auf den Stadtplan und los Richtung Zentrum.

Vom warmen Licht und einer wabernden

Atmosphäre angezogen, landeten wir

auf dem Altstädter Ring und badeten in den

Klängen eines begnadeten Straßensängers.

Dass ein Musiker hier Referenzen vorweisen

muss, wenn er auf der Straße spielen will, hatte

ich noch von keiner anderen Stadt gehört.

Zwischendurch betrat noch ein Feuerschlucker

die Bühne und aus einzelnen Kneipen war

Livemusik zu hören. Bei einem guten tschechischen

Bier ließen wir den Abend ausklingen

und ahnten bereits jetzt, dass es in dieser

Stadt viel zu entdecken gibt. Der nächste Morgen stand ganz im Zeichen

der Prager Burg. Mit der Straßenbahn ging

es auf die andere Seite der Moldau und dann

steil bergan. Der „Hradschin“ ist der große

Stolz der Prager und seit elf Jahrhunderten

der Sitz der Macht. Jeder Herrscher hinterließ

hier ein Baudenkmal nach seinem Gusto, sodass

der Gang durch die Burg für uns heute

zur Entdeckungstour wird. Nicht verpassen

darf man hier oben natürlich den Veitsdom,

der als Krönungsort der böhmischen Könige

Symbolkraft besitzt. Überhaupt Böhmen

– nach intensivem Schauen war eine Pause

angesagt und endlich Zeit, sich Prag kulinarisch

zu nähern. Wir wählten ein traditionelles

Restaurant direkt an der Moldau und speisten

direkt am Wasser. Während im Sonnenschein

Boote an uns vorbeizogen, servierte der Ober

Gulasch und Knödel – herrlich! Gut dass wir

zwei keine Vegetarierinnen sind…

 

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