SÄCHSISCHE SCHWEIZ

20.10.2015 - 12:41

Allgemeines

Die Sächsische Schweiz liegt etwa 35 Kilometeröstlich von Dresden. Sie ist ungefähr 360Quadratkilometer groß und, wie z.B. das Sauerland,ein deutsches Mittelgebirge. Allerdingsist der höchste Punkt nur 556 Meter hoch. DasGelände der Sächsischen Schweiz ist sehr zerklüftet und bietet den Besuchern Tafelberge,Schluchten, Ebenen und Felsmassive.
Die Landschaft

Weit verbreitet in der Sächsischen Schweiz istder Elbsandstein, daher rührt auch der NameElbsandsteingebirge. Es gibt ja mehrere Gesteinsarten:

die Plutonite, die aus in der Tiefe erstarrter Lava entstanden sind; die Vulkanite,

die aus ausgetretener, an der Erdoberfläche

erstarrter Lava entstanden sind; die Sedimentite,

die durch Ablagerung von Sedimenten

und deren Verfestigung entstanden sind und

schließlich die Metamorphite, die sich bei Gebirgsbildungen

unter Druck- und Temperaturänderungen

und/oder durch den Kontakt mit

anderen Gesteinsarten gebildet haben. Der

Elbsandstein ist ein Sedimentit aus der sogenannten

Kreidezeit, die etwa vor 130 bis 70

Millionen Jahren war. Zu dieser Zeit gab es in

der heutigen Sächsischen Schweiz doch tatsächlich

ein flaches Binnenmeer. Die Flüsse, die

in dieses Meer mündeten, schwemmten Sand

ein, der sich - quasi wie Kaffee in der Tasse

- am Meeresgrund ablagerte. Mit der Zeit

verfestigten sich die Sandmassen durch den

Druck der nachfolgenden Einschwemmungen.

Die Minerale zwischen den Sandkörnern wirkten

als Kitt, und es entstand eine Sandsteinplatte.

Diese wurde dann aber im Laufe der

Zeit hochgedrückt, zerbrach an verschiedenen

Stellen und wurde z.T. auch überdeckt. Das

flache Binnenmeer verschwand und nur noch

die Elbe und ihre Zuflüsse blieben übrig. Diese

gruben tiefe Schluchten in den Sandstein.

Die heutige Felslandschaft ist sozusagen der

Rest, den die Erosion von der oben erwähnten

Sandsteinplatte übrig ließ. Aber auch die Eis-zeiten, der Wind, Temperaturwechsel sowie

Baumwurzeln trugen zu der Formung der wildromantischen

Landschaft mit ihrer fast malerisch-

bizarren Felslandschaften bei.

Der Nationalpark

Schon im 19. Jahrhundert wollten Naturfreunde

das Elbsandsteingebirge schützen. In

den 1950er Jahren erklärte man das Gebiet

zwischen Pirna, Hrensko, dem Bielahtal und

Sebnitz zunächst zum Naturschutzgebiet.

1990, quasi als letzte Amtshandlung der DDR,

erklärte man dann große Teile des Gebirges

zu Sachsens einzigem Nationalpark. Der besondere

Schutz besteht darin, die Natur nicht

durch Forstwirtschaft oder Tourismus zu stören.

Im Nationalparkzentrum in Bad Schandau

kann man sich ausführlich mit der Geologie,

Botanik und Zoologie des Nationalparks Sächsische

Schweiz beschäftigen.