Vietnam

04.11.2013 - 17:32

Vietnam ist ein Land mit ca. 90 Millionen Einwohnern und liegt in Südostasien.

Es ist ein langgezogener Küstenstaat, der an China, Laos und Kambodscha grenzt. An dem 3.400 km (!) langen Küstenstreifen befindet sich das Südchinesische Meer. Da es ungefähr so groß ist wie Deutschland drängeln sich dort ein paar mehr Einwohner als bei uns. Die Natur ist sehr abwechslungsreich, neben dem sehr langen Küstenstreifen, findet man die weiten Ebenen der Flussdeltas des „roten Flusses“ und des „Mekongs“, dazu findet man Gebirgszüge und Hochebenen im Hinterland. 3/4 des Landes sind mit Bergen und Hochebenen überzogen und daher eher karg.

Fünf verschiedene Gebiete prägen das Land von Norden nach Süden. Ganz oben befindet sich die Gebirgslandschaft - das Yunnan Hochland. Es grenzt an China an und hat auch mit 3.144m den höchsten Berg. Für die Touristen ist zumeist die Stadt Sa Pa interessant, weil sie am Fuß des höchsten Berges liegt. Daran anschließend findet man das Delta des roten Flusses mit der Hauptstadt Hanoi. Berühmt ist die Gegend für die Halong Bucht und die Kalksteinfelsen von Ninh Binh. Mittelvietnam präsentiert dann das Annamitische Hochland mit jeder Menge Bergen und einer dünnen Besiedelung. Ganz im Süden findet man dann das Mekong Delta, welches wiederum eine dichtbesiedelte Schwemmlandebene ist, wo wieder viel Reisanbau betrieben wird. Die wichtigste Stadt ist hier die Ho-Chi-Minh Stadt. Als letzte der fünf Regionen fehlt noch der annamitische Küstenstreifen. Dieser ist der schmale dicht besiedelte Küstensaum am südchinesischen Meer.

Vom Klima her hat der Norden ein gemäßigtes tropisches Wechselklima zu bieten, während es im Süden eher tropisch zu geht. Dort ist es nur von November bis Januar etwas kühler, von Februar bis März ist es heiß und im Mai und Oktober regnet es ohne Ende.

An Tieren hat Vietnam Einiges zu bieten. So leben dort unter anderem Tiger, asiatische Elefanten und die gefährdeten Java-Nashörner. Dazu kommen jede Menge Affen (Schopfgibbons, Plumploris und Makaken), sowie Malaienbären, Marmorkatzen, Muntjaks, Bantengrinder, Schleichkatzen, Gauren, Fledermäuse, Nashornvögel und Kantschile. Jede Menge Tiere also, von deren man vermutlich noch nie was gehört hat und alleine die zu sehen lohnt schon die Reise.

Vietnam hat eine wechselvolle Geschichte zu bieten. Nach 1945 hatte sich Vietnam von seinen Kolonialherren, den Franzosen, befreit und einen unabhängigen Staat ausgerufen. Dies führte zu dem ersten Indochinakrieg, den die Franzosen verloren und damit ein für alle Mal ihre Ansprüche auf das Gebiet aufgeben mussten.

Dazu zerfiel Vietnam noch in die nördliche demokratische Republik Vietnams und die südliche Republik Vietnam. Im Süden lief es nicht so gut weil der Staatschef viele Landreformen zurücknahm und die Korruption sich immer weiter durch das Land fraß. Doch die USA unterstützen das ungeliebte Regime, es folgten Militärregierungen und schließlich ein von den USA protegierter Präsident der ab 1967 eine stabile Regierung aufbauen konnte. Ab 1964 provozierte die USA Zwischenfälle um in Südvietnam eine Beteiligung von Kommunisten an der Regierung zu verhindern. Sie wollten Krieg und begannen einen ab 1965 aus der Luft gegen das kommunistische Nordvietnam. Doch die USA konnten mit ihren über 500.000 Soldaten nicht gegen die 230.000 Partisanen gewinnen. Der Krieg eskalierte immer mehr und geriet außer Kontrolle. Die immer grausameren Presseberichte über Napalm-Opfer, Massaker und Kriegsgräueltaten führten schließlich dazu, dass die USA 1973 einen Waffenstillstand schlossen und aus dem Land abzogen.Der Norden kämpfte aber weiter und unterwarf zwei Jahre später Südvietnam um anschließend eine sozialistische Republik auszurufen.

Seit 1986 führt die Kommunistische Partei wirtschaftliche Reformen durch und mittlerweile ist Vietnam wieder in die internationale Staatengemeinschaft aufgenommen und unterhält auch diplomatische Beziehungen zu den USA.