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SOLsnap Magazin 2011 08

geeinigt. Ist das letzte Kirchenoberhaupt verstor- ben, versammeln sich alle Kardinäle zum sogenannten „Konklave“. Hierzu müssen sie auf jeglichen Luxus ver- zichten, schlafen in dunklen Kammern und müssen ihre Handys abgeben, damit sie von außen nicht beeinflusst werden können. Am ersten Tag wird nur einmal ge- wählt, dann finden jeweils zwei Wahl- gänge vormittags und nachmittags statt. Hier schreibt jeder Kardinal sei- nen Favoriten auf einen Zettel, spricht laut „Ich rufe Christus, der mein Rich- ter sein wird, zum Zeugen an, dass ich wähle, von dem ich glaube, dass er nach Gottes Willen gewählt werden muss“ und wirft ihn in die Wahlurne. Anschließend wird ausgezählt. Wird nicht die nötige 2/3 Mehrheit erreicht, werden die Wahlscheine mit etwas feuchtem Stroh und Pech verbrannt, so dass für alle außen sichtbar schwar- zer Rauch aufsteigt. Wurde der neue Papst gewählt, wer- den die Zettel mit trockenem Stroh verbrannt und es steigt weißer Rauch auf. Bis zur Entscheidung sind Millionen Augen auf einen kleinen vatikanischen Schornstein gerichtet, dessen Rauch- farbe ganz genau unter die Lupe ge- nommen wird. (ac) die im Vatikan arbeiten, dazu gehören Banker, Sicherheitsleute, Handwerker, Köche, Büroangestellte und Putzfrau- en. Sie arbeiten aber nur dort und dürfen nicht da wohnen, zumal ja auch nicht wirklich genug Platz für alle wäre. Erst im 14.Jahrhundert wurde der Vatikan Amtssitz der Päpste. Vorher residierten sie im Lateranpalast. Auf dem „Vatikanhügel“ befand sich ein Friedhof, weil dort Hinrichtungen von Juden und Christen statt gefunden hatten. Der bekannteste Märtyrer war der Apostel Petrus, der dem späteren Petersdom auch seinen Namen gab. Auf der ehemaligen Grabeskirche wur- de später der Petersdom gebaut. Nach einigen Spaltungen der Päpste (zeitweise gab es sogar einen „Zweit- papst“) wurde sich nun auf eine ganz besondere Wahl des einzigen Papstes 7VATIKAN - TRAVELLOG | SOLsnap.com