Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

SOLsnap Magazin 2011 09

Aus aktuellem Anlass des am 08. Sep- tember 2011 für dreizehn Tage statt- findenden 6. Literaturfest in Nieder- sachsen, welches sich dieses Jahr dem Phänomen der Zeit widmet, und dem, mittlerweile zum vierzehnten Mal im nächsten Jahr stattfindenden Ratten- fänger Literaturpreis, welcher mit ei- nem von der Stadt Hameln gestifteten 5.000 EUR schweren dotierten Preis- geld vergeben wird, stellen wir uns die Frage: Wie schreibt man eigentlich ein Buch? Und wie veröffentlicht man es richtig? Diese Frage zu beantworten ist nicht ganz einfach. Es treffen mehrere Faktoren aufein- ander, die nicht jeder Mensch aus- reichend erfüllen kann. Es geht um Kreativität, um viel Kreativität. Immer wieder braucht der Schreiber neue Ideen. Auch ein Talent zur Wortfindung und zum Texten ist nicht hinderlich. Aller- dings müssen nicht nur bei sich selber einige der oben genannten Faktoren zutreffen. Auch die Leserschaft muss mit der Idee konform gehen. Denkt der Autor seine Geschichte erfülle eini- ge der Kriterien, so schickt er das Ma- nuskript an einen Verlag seiner Wahl. Hier gibt es jedoch Unterschiede. Strebt der Verfasser an, seine Ge- schichte im großen Stil in sämtlichen Buchläden zu veröffentlichen, wendet er sich an einen größeren Verlag, wel- cher das Buch dann in höheren Aufla- gen produziert. Möchte der Autor lediglich eine Ver- öffentlichung im kleinen Kreis, so wendet er sich an eine Druckerei wie die in Hameln ansässige Druckerei Hartmann, wo Autoren wie Frau Karin Rauschning mit ihren Büchern zum Kreis Heiligenbeil hingehen, um es für eine kleine gezielte Gruppe anfertigen zu lassen. So kann man einige Exemplare dru- cken lassen, diese verkaufen und so- fern weiteres Interesse besteht, diesen Vorgang wiederholen. In einem Verlag wird das verschickte Manuskript dann begutachtet und auf einige Aspekte geprüft. Es wird gelesen, beurteilt, noch einige male gelesen und Rücksprache mit dem Autor gehalten. Es wird bespro- chen was geändert und verbessert werden könnte, ob das Thema über- haupt „zeitgemäß“ ist und und und. Dabei muss der Schreiber sicherlich einiges in die Waagschale werfen, um den Anforderungen des Verlags zu entsprechen. Danach wird ein Buchtitel gesucht. Auch dieser Vorgang verhält sich nicht so leicht, wie man vielleicht anneh- men könnte. Selten wird der Titel ver- wendet, den der Autor beim Verfassen seiner Geschichte benutzte. Schließlich möchte der Verlag einen möglichst hohen Gewinn mit dem Werk erzielen. So sucht man nach ei- nem „zündenden“ Titel, einem Titel der aufmerksam machen soll. Solche vor- bereitenden Arbeiten können biswei- len Monate, auch Jahre in Anspruch nehmen und bis das fertige Buch im Laden zum Verkauf bereit steht, geht ab und an sehr viel Zeit ins Land. Es gibt natürlich auch Fälle, in de- nen Verlag und Autor gleichermaßen schnell zufrieden sind. Ein richtiger Titel, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. Dies ist aber eher selten. Den gan- zen Trubel schon hinter sich gelassen- hat die Autorin Anette Gräfe mit ihrem Debüt Excalibur – Das Erbe. Die fiktive Geschichte rund um Prinz Henry, welcher das magische Schwert schützen soll, erschien im August 2011 und wurde vom Goethe Litera- turverlag produziert. Am 11. Septem- ber 2011 haben Sie die Möglichkeit, Autorin und Buch bei einer Lesung live zu erleben. Das ganze beginnt um 15:00 Uhr im Café Fire and Ice in Porta Westfalica. Dort bekommen sie neben der span- nenden Geschichte noch die Mög- lichkeit Ihr Buch von der Neu-Autorin Von der Idee zum Buch 14 SOLsnap.com | LITERATUR