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2013 02

9HAMELN IM MITTELALTER | SOLsnap.com Damals war schon einmal im Jahr mächtig was los, als das „Mühlen- dings“ vor dem Wesertor abgehalten wurde. Hierbei handelt es sich um ein Gericht aller Müller unter Vorsitz des herzoglichen Vogtes - gefolgt von ei- nem dreitägigen Markt für Mühlsteine. Zu der Zeit wurde der Mühlstein auch fester Bestandteil des Hamelner Wap- pens, in dem er auch heute noch zu finden ist. Als besonders lukrativ erwies sich das Wehr in der Weser. Hierdurch waren die Schiffe alle gezwungen ihre Ware umzuladen und die Hamelner ließen sich diesen Service sehr gut bezahlen. Von 1426 bis 1572 war Hameln Mitglied der Hanse, wobei sich sie vorwiegend um den Mühlstein- und Getreidehandel kümmerten. Zu der Zeit erschütterten auch Pest und Feuersbrünste die Stadt, aber der Reichtum und Wohlstand der Stadt waren nicht aufzuhalten. Es entstan- den die Bauten im Stil der Weserrenais- sance: der Rattenkrug, das Leisthaus und das Hochzeitshaus. In religiöser Hinsicht tat sich auch Ei- niges, obwohl es den Hamelner Stift schon seit dem 9. Jahrhundert gab, konnten die Katholiken nicht verhin- dern, dass die Reformation Einzug hielt. Das führte soweit, dass der Stift St. Bonifatius 1576 protestantisch wurde. Mit dem Beginn des 30-jährigen Krie- ges (1616-1648) endete für Hameln das Mittelalter und auch gleichzeitig der stetige Aufschwung. Der Handel kam zum Erliegen und die hohen Zahlungen für den Krieg erstickten jegliches Wachstum. (ac)

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