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2013 09

29POLITIK | SOLsnap.com Bundestagswahl wählen? Wie wählt man richtig und warum eigentlich? Seit 1918 ist die deutsche Staatsform die Demokratie, mit Unterbrechung durch die Nationalsozialisten. Der Begriff Demokratie kommt aus dem griechischen und bedeutet „Herr- schaft des Volkes“. Ein demokratischer Staat zeichnet sich durch verschiede- ne Merkmale aus: Freie Wahlen, das Mehrheitsprinzip, die Respektierung politischer Oppositionen, die Ver- fassungsmäßigkeit, der Schutz der Grundrechte und die Achtung der Menschenrechte. In Griechenland ent- stand ein politisches System, ähnlich unserem heutigen Verständnis von Demokratie, aufgrund der Unzufrie- denheit breiter Bevölkerungsschichten im 7. und 6. Jahrhundert vor Christus. Auch das Römische Reich übernahm später viele demokratische Elemente. Danach verschwand die demokrati- sche Idee jedoch erst einmal für ge- raume Zeit aus den Köpfen europäi- scher Herrscher. Denn im Mittelalter und in der Neuzeit war die häufigste Staatsform die Aristokratie, in der al- lein der Adel, die Kirchenvertreter und höchstens noch wohlhabende Bürger alle politischen Rechte inne hatten. Erst in den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts tauchte zum ersten Mal namentlich das „Britische Parlament“ auf, welches mit und neben dem britischen Königshaus politisch agiert. Nachdem der französische Schriftstel- ler Jean-Jacques Rousseau 1762 sein Werk „Der Gesellschaftsvertrag“ ver- öffentlichte, indem er Herrscher und Beherrschte gleichstellte, folgte auch bald das Prinzip der Gewaltenteilung in Gesetzgebung (Legislative), Vollzie- hung (Exekutive) und Rechtsprechung (Judikative). Diese wurden zuvor allein vom Herrscher ausgeübt. Kurz darauf wurde der erste moderne demokrati- sche Staat gegründet, die Vereinigten Staaten von Amerika. Angespornt vom amerikanischen Vorbild, mach- te die Demokratie auch vor Europa kein Halt: Die französische Revolution 1789 führte zur schrittweisen Demo- kratisierung Europas. In Deutschland entsteht die erste Demokratie mit der Weimarer Republik zwischen dem ers- ten und dem zweiten Weltkrieg. Zu diesem Zeitpunkt dürfen auch Frauen das erste Mal wählen. Mit der Zeit des Nationalsozialismus verschwindet die „Herrschaft des Volkes“ wieder und wird durch eine Diktatur ersetzt. Nach Ende des Krieges wird 1949 jedoch zumindest der westliche Teil Deutsch- lands, durch das Grundgesetz, wieder demokratisch. Nach dem Mauerfall wird das Grundgesetz 1990 zur Ver- fassung des Vereinigten Deutschlands. Die Geschichte zeigt also, dass frei wählen zu dürfen ein Privileg ist, das über Jahrhunderte erkämpft wurde und auch heute noch nicht jeder ge- nießen kann. Das beste Beispiel hierfür ist der Arabische Frühling: In Syrien, Libyen, Ägypten und Tunesien gehen die Bürger gegen ihre diktatorischen Herrscher auf die Straße. Nach unzäh- ligen Aufständen und blutigen Ausein- andersetzungen dürfen die Menschen in Tunesien 2011 das erste Mal frei wählen. 2012 folgt Libyen. Dennoch fragen sich heute Viele: „Warum soll ich wählen gehen? Die im Bundes- tag machen doch sowieso was sie wollen!“ Wählen ist ein Vorteil demo- kratischer Länder. Die Bürger können die Politiker und Parteien wählen, die ihre Interessen am besten vertreten. So ist man als Wähler Teil der politischen Entscheidungen, die einen selbst be- treffen. Es stimmt also nicht, dass eine einzige Stimme nicht zählt, denn jede Stimme zählt. Demokratie funktioniert nur, wenn die Bürger wählen gehen und es so zu einer Entscheidung der Mehrheit kommt. In Deutschland darf jeder an der Bundestagswahl teilnehmen, der über 18 Jahre alt ist, die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und in Deutschland gemeldet ist. Als Wähler darf man zwei Stimmen ab- geben: Mit der ersten Stimme wählt man den Direktkandidaten aus seinem Wahlkreis. Dabei hat jeder Wahlkreis, es gibt 299 in Deutschland, einen Sitz im Bundestag. Also stellt jede Partei für jeden Wahlkreis einen Direktkan- didaten auf. Für den Wahlkreis Ha- meln-Pyrmont – Holzminden stehen sieben Kandidaten zur Wahl: Michael Vietz (CDU), Gabriele Lösekrug-Möller (SPD), Klaus-Peter Wennemann (FDP), 1. Unser erster Urlaub auf Sardinien im ei- genen Wohnmobil 2. Langjährige Tätigkeit in einem großen Elektronikkonzern im Inge- nieurswesen. Danach eine Weiterbildung in der Abendschule zum Betriebswirt 3. Mitglied Mehr Demokratie, seit andert- halb Jahren Pirat  4. Ein oranger alter Opel Ascona 5. Die Verarbeitung der Erwerbsunfähigkeit, aufgrund eines Operationsfehlers nach einer Bandscheiben OP, war meine schwierigste Zeit 1. Mein amerikanischer Student Max im dt. TV: vom Faulpelz zum Strategen hinter Occupy Wallstreet, der mit Sigmar Gabriel diskutiert 2. Gelernter Radio- und Fernsehtechniker, studierter Politikwissenschaftler 3. Erst als Schülerspre- cher, dann bei den Grünen 4. Opel Olympia P1 Kombi Bj. 60 5. Das Durch- hangeln von Job zu Job, während meiner Promotion. Viel Arbeit, wenig Geld

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